Feinstaubmessung als Citizen Science Projekt

Eines meiner Themen ist die Belastung der Luft mit Feinstaub und die dazu in den Medien stattfindende Diskussion. Als Umweltwissenschaftler, der unter anderem Kenntnisse zur Stadtklimatologie und dem Verhalten von Stoffen in der Atmosphäre hat, fällt mir immer wieder auf, dass die geführten Diskussionen selten mit Sachverstand geführt werden.

Zusätzlich finde ich auch das Entstehen von Citizen Science Projekten im Umfeld der Feinstaubmessung interessant. Hier findet die technische Entwicklung selbstgebauter Sensoren mit Mitteln des Internet of Things (IoT) mein Interesse, da ich selbst als Elektronik-affiner Bastler und Programmierer hier einiges zu entdecken habe.

Feinstaubsensor SDS011
Feinstaubsensor SDS011

Somit habe ich bereits Ende 2016 mit einem Raspberry Pi und dem Feinstaubsensor SDS011 von NovaFitness erste eigene Messungen durchgeführt. Dazu wurde von mir eine in Python geschriebene Bibliothek zur Steuerung des Sensors entwickelt und als Open Source auf GitLab veröffentlicht. Der Code wurde bereits kurz nach Veröffentlichung von anderen Programmierern verwendet.

Darüber hinaus bringe ich mich seit Anfang 2017 in ein Citicen Sciense Projekt zur Messung von Feinstaub ein, welches mit demselben Feinstaubsensor arbeitet und ursprünglich von engagierten Bürgern in Stuttgart entwickelt wurde.

Ich selbst wirke an dem Ruhrgebiets Ableger des Projektes über das Netzwerk ruhrmobil-e mit. Dabei ist die Anbindung des Sensors über das eigene WLAN oder Freifunk möglich.

Den aktuellen Verlauf der Messdaten meines Sensors kann u.a. auf den Seiten des Grafana Projektes verfolgt werden.